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Zur Person

Gerhard Juritsch - Vet. med. gepr. Pferdephysiotherapeut

Geb 4.3.1966 in Deutschlandsberg
Gelernter Tierpfleger mit staatlichem Lehrabschluß
Landwirtschaftl. Berufschule
Mitglied im IAT (Institute of Animal Technology)
Mehrere Jahre Praxis im Umgang mit verschiedensten Tierarten und Pferden
Dipl. Verkaufsleiter der DVS München
Zertifizierter „Food Coach für Pferde

Kontakt

mobil: 0699 10 389 508, email : (bitte händisch eingeben)

 

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Es war mir klar, dass reiterlich mit so einem Jungspund so einiges auf mich zukommen würde. Dass es sich jedoch so problematisch gestalten würde, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Es stellte sich erst später heraus, dass er reiterlich vorgeschädigt und davon auch noch stark traumatisiert war (psychisch wie physisch)!

Ich stand vor dem Problem, das perfekte Pferd gefunden zu haben, nur dass reit-technisch- an Springen nicht einmal zu denken- auch nach zahlreichen Versuchen/Methoden der Erfolg gleich Null war.

Die augenscheinlich auch physisch begründeten Widersetzlichkeiten (davonstürmen unter dem Sattel), waren insofern schlimm, da sie immer wiederkehrende Auswirkungen hatten (Rückenprobleme, Taktfehler,...)!
Da hat sich der sprichwörtliche Hund in den Schwanz gebissen, denn wie soll das Pferd ohne ein für ihn annähernd richtiges/sinnvolles Reittraining jemals eine gute Muskulatur entwickeln?!

Doch irgendwann war ihm diese Form, in die wir ihn unwissentlich gepresst hatten einfach zu viel- nichts funktionierte mehr, schon das leichteste Annehmen hatte starke Taktfehler und massives Kopfschlagen zur Folge.

Eines Tages wurde mir der Pferdephysiotherapeut Gerhard Juritsch vorgestellt.
Ich hatte ehrlich gesagt schon genug von Therapien, sah es aber als letzte Chance vielleicht doch noch alles in den Griff zu bekommen. Der Ansatz, die Ursache und nicht nur die Symptome zu therapieren erschien mir als besonders sinnvoll.

Bei der Erstuntersuchung war ich schockiert, wie Supi sich krümmte und schon auf leichtesten Druck versuchte zu flüchten, obwohl er sonst vom Boden aus das ruhigste und unempfindlichste Pferd war. Vor allem die Länge der Beschwerdenliste war bemerkenswert.

Ich muss noch dazusagen, dass wir zu diesem Zeitpunkt eine ganz besondere und einfühlsame Trainerin bekamen, die auf Supis Probleme einging und es so Schritt für Schritt gelang, ihn zur Mitarbeit zu motivieren.
Ich musste das Reiten irgendwie neu erlernen, die meisten bisher dagewesenen Regeln verloren ihre Gültigkeit, ich verstand zu Beginn die Welt nicht mehr, doch ich fühlte sofort, dass ich diesen Weg weiter gehen musste.
Supi fühlte sich langsam aber doch, immer besser an, ich bekam endlich ein Gefühl wie ich mich ihm verständlich machen und ihn dabei auch noch gymnastizieren konnte.

Sehr geholfen hat mir das PZT-Training und die Bodenarbeit, hier entdeckte ich die Möglichkeit der Gymnastizierung vom Boden aus. Jetzt erst erkannte ich, dass Supi eine unvollständige Wahrnehmung für seinen Körper hatte, und vor allem nicht genau wusste, wo er anfängt und aufhört.
Zusätzlich zum richtigen Reittraining, wurde unter tierärztlicher Aufsicht zwei bis dreimal pro Woche, später einmal pro Woche die physiotherapeutischen Behandlung durchgeführt.
Bei Supi standen die Triggerpunkt/ Wirbelsäulen-Behandlungen sowie Massagen im Mittelpunkt.
Ergänzend wurde mit Thermographie und Lymphdrainage gearbeitet.

Supi war immer ein dankbarer Patient und genoss stets die Behandlungen, war er jedoch einmal nicht ausgelastet oder war eine Fliege in der Nähe, hieß es für uns Geduld aufzubringen.
Bei den Bewegungsübungen u. Mobilisationen fiel er immer durch besonderes Geschick und schlangenartige Bewegungskünste auf, der Spaß kam dabei für ihn (auch für uns) nicht zu kurz- zu komisch war es bei seinen Verrenkungen zuzusehen, in welchen er dann auch ohne Aufforderung verharrte.
Der Beginn war Ende Juli und dauerte in der Intensivphase bis etwa Ende Oktober, jetzt sind nur noch14-tägige Abstände nötig!

Das Positivste an der Arbeit mit Gerhard war für mich, seine offene und ermunternde Art, mit der er auch problematischere Dinge in Angriff nahm.
Ich hatte endlich die Möglichkeit mitzutun und musste nicht tatenlos zusehen wie mein Pferd von den verschiedensten sogenannten Fachleuten hin u. her geschubst, gequetscht verschreckt und mit endgültigen Negativurteilen ausgestattet und mir jegliche Hoffnung genommen wurde.
Es ist mir klar, dass eine ganzheitliche Besserung auf das gute Zusammenwirken aller Bereiche zurückzuführen ist,
Gerhard hat jedoch den ersten Schritt zu dieser Zusammenführung erwirkt.

Zuvor hat jeder als Einzelkämpfer am Pferd gewerkt, ohne zu erkennen, dass man nicht unkompetent ist, wenn man auch die gute Arbeit anderer Spezialisten anerkennt und jeder sein Spezialgebiet auch für die anderen Mitwirkenden transparent macht, vor allem für mich als Pferdebesitzer war es äußerst lehrreich, die verschiedensten Zugänge kennenzulernen.

Johanna Podesser


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